Coaching

Lächle mal, dann fühlst du dich gleich besser!

Mythos oder Wahrheit?

Redaktion / 2/3/2022

Persönlichkeit

Gesundheit

Am 24.01.22 war der Tag des Lachens und ich dachte sofort:

Ja, Lachen oder Lächeln, da fühlt man sich doch gleich besser.

Ich war und bin überzeugt davon, dass das so ist. Ich erlebe bei mir, wenn ich Augenblicke des Lächelns oder Lachens habe, dann fühle ich mich in der Tat leichter und beschwingter, je nachdem was oder wer das Lächeln hervorruft. Wenn ich z.B. ein Video meiner Enkelkinder sehe; meist löst das ein sehr herzhaftes Lachen in mir aus und kommt mit Glücksgefühlen daher. Manchmal ist es eine Situation, die mir ein Lächeln entlockt und mich häufig an selbst erlebte Situationen erinnert und mich dann ganz zufrieden macht.

Wie ist es bei Dir?

Alles nur Annahmen, meiner eigenen Eindrücke und meines Erlebens. Da ich sehr wissbegierig bin habe ich mal nachgeschaut was es so an aktuellen Studien über das Lachen gibt. Ich bin auf eine Metaanalyse aus der Gesichtsfeedback-Literatur gestoßen, die Wissenschaftler der University of Tennessee at Knoxville gemacht haben.

Es ging dabei um eine quantitative und statistische Aufarbeitung vorhandener Forschungsdaten. Seit den frühen 1970er Jahren haben Psychologinnen sich mit diesem Thema beschäftigt und Daten gesammelt. Die Wissenschaftlerinnen haben die Daten zusammenfassend betrachtet und im Rahmen ihrer Metaanalyse Daten aus 138 Studien verwendet. Insgesamt umfassen sie Ergebnisse von mehr als 11.000 Studienteilnehmer*innen aus der ganzen Welt.

Unterm Strich fanden die Wissenschaftler*innen heraus:

Gesichtsausdrücke haben offenbar tatsächlich einen Einfluss auf die Gefühle.

Man kann sich demnach durch Lächeln glücklicher fühlen, durch einen mürrischen Ausdruck übellauniger oder durch ein Stirnrunzeln trauriger. Allerdings betonen die Wissenschaftler*innen, sind die Effekte recht gering. Vermutlich ist das auch der Grund für die teils widersprüchlichen Ergebnisse bei den einzelnen Studien. Und keinesfalls ein wirksamer Einsatz im therapeutischen Kontext. Das verneine ich entschieden, ich erlebe in meinen Coachings immer wieder, dass das Lachen meine Coachees sehr häufig dazu bewegt, die Problemtrance zu verlassen und damit leichter zu einem Lösungsansatz zu kommen.

Das Fazit der Wissenschaftler*innen:

„Wir glauben nicht, dass sich Menschen ins Glück lächeln können“,

dennoch sind die Ergebnisse interessant, weil sie Hinweise darauf geben, wie Geist und Körper bei der Emotionserfahrung zusammenwirken können. Zu den Rückkopplungseffekten und darüber, wie Emotionen funktionieren, gibt es aber noch immer viele Unklarheiten.

Aus meiner Sicht macht Lächeln oder Lachen einen Unterschied: Wenn ich jemanden anlächle und es kommt ein Lächeln zurück oder umgekehrt, dann geht es mir einfach gut, egal was die Wissenschaft darüber herausgefunden hat. 😊

University of Tennessee at Knoxville (https://doi.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Fbul0000194)

Bettina Hoffmann

Systemische Beraterin und Coach

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