Einblicke

Am 22. Mai war der "Kauf ein Instrument"-Tag!

Noch hab ich keins gekauft, aber ich bin nah dran 😊

Redaktion / 5/19/2023

Persönlichkeit

Innovation

VerÀnderung

Ich hatte als Kind nie die Gelegenheit ein Instrument zu lernen.

Musik war in meiner Familie eher etwas zum Konsumieren, als selbst zu spielen – obwohl mein Großvater tatsĂ€chlich Schifferklavier und Mundharmonika spielen konnte und mein großer Bruder Schlagzeuger in einer Garagenband war. Ganz sicher war es auch meine „Nichtbegabung“, was das Singen anging, dass ein Instrument von vorneherein keine Option darstellte. Ich kann mich erinnern, dass ich eine Mundharmonika bekam, aber nicht wirklich schöne Töne hervorbrachte. Insofern war mein Lebensweg ohne Instrument beschlossen, auch von mir selbst. Mal ganz davon abgesehen, dass es sich mir bis heute nicht erschließt, wie Noten zu lesen und zu interpretieren sind.

Es fĂŒhlt sich nach einer Ewigkeit an, als 2020 der erste Corona-Lockdown ausgerufen wurde. Von heute auf morgen hatte ich mehr (Frei-)Zeit als mir lieb war. Auf der Suche nach sinnvollen BeschĂ€ftigungen kam mir in den Sinn, dass ich jetzt die einmalige Gelegenheit hĂ€tte mir etwas Neues zu erschließen. Um das Gehirn gesund zu erhalten, also einer Altersdemenz vorzubeugen, ist etwas neues Lernen eine großartige UnterstĂŒtzung. Trotz meiner nicht vorhandenen MusikalitĂ€t und nicht stattgefundenen musikalischen frĂŒhkindlichen und kindlichen Erziehung, dachte ich:

Ein Instrument lernen – das ist jetzt mal dran!

Ich ĂŒberlegte, welches Instrument ich gerne spielen wĂŒrde und es dauerte nicht lange und es war mehr als deutlich, dass es nur der Kontrabass sein kann. Ich mag die GrĂ¶ĂŸe, die Form, die dunklen Töne, die durch den ganzen Körper resonieren. Der Plan war gefasst und ich machte mich auf die Suche nach Musikschulen bzw. Musiklehrenden und dem passenden Instrument zum Ausleihen und Ausprobieren. Ein schwieriges Unterfangen, alle Musikschulen waren ja auch im Lockdown, meine Anrufe blieben ungehört. Die Welt fing sich wieder etwas an zu normalisieren. Und mit der NormalitĂ€t verschwand mein Vorhaben mir den Kontrabass zu erschließen



und manchmal kommt es anders als man denkt.

Weihnachten 2021 ĂŒberraschten mich meine Kinder mit einem riesigen Kontrabass (es ist nur ein Juniorkontrabass), der mich um einiges ĂŒberragt, fĂŒr ein Jahr ausgeliehen. Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal ĂŒber ein Geschenk so gefreut habe. Er ist mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich die Ausleihzeit verlĂ€ngert habe. Ich liebe dieses wunderschöne Instrument, auch wenn ich immer noch nicht darauf spielen kann. Manchmal schaut er mich sehr fragend und traurig an, weil er so wenig zum Einsatz kommt, aber er weiß, dass ich mich auf alle FĂ€lle nicht mehr von ihm trennen kann. Von daher werde ich ihn nach Ablauf der Ausleihzeit kaufen.

Das hat er einfach verdient – und ich auch 😉

Bettina Hoffmann

Systemische Beraterin und Coach

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