Einblicke
Wie wir unsere Zeit Nutzen...
...oder auch nicht!
Redaktion / 1/27/2025
Persönlichkeit
Gesundheit
Und dennoch kristallisiert sich ein Thema, das alle beschäftigt, heraus: unsere Zeit bzw. unser Zeiterleben! Die Kommentierungen sind sehr unterschiedlich – von „Zu lange dauert schon..!“ über „Zu wenig Zeit für..!“ bis hin zu „Wenn es doch schon XYZ wäre!“. Am Ende reflektiert jede mit Hilfe eines Bildes die individuelle Herausforderung mit der Zeit.
Ich gehe das Thema in meiner eigenen Struktur an, die ich für das Thema Zeit auch für angemessen halte: Erst einmal Sammlung aller „Zeittypen“, die es gibt, oder anders ausgedrückt: Wo geht denn meine Zeit genau hin? Ich sammle also in meiner ersten von drei Spalten meine verschiedenen „Zeitfresser“ und die Spalte wird knapp – am Ende sind es zehn verschiedene Kategorien, in die meine Zeit fließt.
Okay, die zweite Spalte will ausgefüllt werden. Frei nach dem Spruch:
definiere ich für jede Kategorie, wieviel Budget meiner Jahreszeit wo hinein fließen soll. Ich rechne in Stunden und merke erst am Ende, dass ich vergessen hatte, mir die Summe der Jahresstunden aufzuschreiben – nachgeholt, es sind 8.760 Stunden – und merke „Oh Schreck!“, ich habe 9.566 Std. vergeben. Mir fehlen also 806 Stunden, um ein mögliches IST am Ende 2025 an das sinnvolle und bedürfnisorientierte SOLL heute definiert anzupassen.
Gut, also mache ich mich an meine dritte Spalte: Notwendige Entscheide bzw. Steuerungsimpulse, die ich mir auferlege. Jetzt muss ich aufpassen, dass ich mir kein X vor einem U vormache und einfach meine Zeiten „runterrechne“, anstatt ehrlich mir gegenüber zu sein und zu erkennen, dass ich aus einigen Routinen raus muss, bestimmte neue Gewohnheiten etablieren und vor allen Dingen mir meine SOLL-Budgetierung vor Augen führen muss.
Gleichzeitig steige ich von der quantitativen auf eine qualitative Betrachtung um: Wann erlebe ich Zeit als „langsam“ vergehend, wann als „im Fluge vergangen“? Warum habe ich heute das Gefühl, dass Zeit viel schneller vergeht als früher? Warum ist das Zeiterleben in einem Urlaub zu Beginn ganz anders als gegen Ende? Wie kommt es, dass ein Bürotag ohne Telefonate oder Austausch mit anderen sich zieht, ein Seminartag aber rasend schnell rum geht? Wie auch immer, mir wird klar:
Gleichzeitig vergessen wir die Zeit beim Flow, genauso wie wir Zeit bei Routinen nicht bewusst wahrnehmen oder abspeichern, die Zeit rast quasi beim Multitasking. Das letzte finde ich besonders frustrierend: Man macht viel gleichzeitig aus dem Reaktionsdruck von innen oder außen heraus und am Ende hat man das Gefühl, sich keine Zeit genommen oder gehabt zu haben.
Ich verschlanke also meine „Zeiten“ und statt zu parallelisieren (was ja oft nicht klappt), versuche ich in einer Zeitkategorie nur eine Sache zu machen, die Zeitfresser wie Wartezeiten neu zu framen, z.B. als Achtsamkeitsmoment, oder Reisezeit als Me Time zu definieren, anstatt mich unter Druck zu setzen mit dem 100 % Abarbeiten von To Dos. Mir wird auch bewusst, dass ich mir einen Wecker fürs ins Bett gehen stellen muss und anerkennen will, dass Organisationsaufwand Arbeitszeit ist, die ich genießen sollte, da sie mich langweilt und damit die Zeit langsamer vergeht 😊
Es gibt aber auch ganz praktische Dinge zu tun, wie z.B. meine Auslastung mit vorgeplanten Maßnahmen beim Kunden zu steuern – mir Tage fest im Kalender zu blocken, die „heilige“ Bürozeiten sind usw. und die Planung meines Urlaubes, also Raum um Neues zu entdecken, Unsicherheiten auszuhalten, schöne Dinge zu sehen und zu erleben.
Eine Reise nach New York mit Schwester und Nichte: Reisezeit - Familienzeit – Freundschaftszeit – Neues sehen und Altes wieder entdecken und einem Hobby frönen, nämlich Fotografieren. Diese Art von Multitasking lasse ich mir gefallen. 😊
Ute Waidelich
Geschäftsführung der develoop GmbH
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